Ereignisse

Die Entwicklung der Diskussionen innerhalb der katholischen Kirche zum  Zölibat haben in letzter Zeit die Befürchtungen und Beobachtungen  von Pfarrer Gottfried Wiesbeck bestätigt und seine Visionen aufgenommen. Hier dazu ein paar Auszüge aus dem Buch ”Gottfried Wiesbeck - Der  sanfte Rebell”:

“”... Dann übersieht man bei der Diskussion auch, die Ehe  ist ein Sakrament, nicht der Zölibat, der Zwangszölibat. ... Aber ich  bin glücklich. Bloß es sind nicht alle Priester. Da gibt es das  Verhaltensmuster: Die einen werden herrschsüchtig und die anderen  verfallen in Schwermut, viele auch in Suchtverhalten. In keinem Beruf  gibt’s so viele Suchtkranke wie unter uns Priestern. Jeder dritte  Priester hat zeitweise erhebliche Probleme mit Alkohol. Zehn Prozent von uns sind so krank, dass sie lange Behandlungen brauchen, Monate lange. Das ist die Kehrseite.”
(Silvesterpredigt am 31. Dezember 1988 in der Kirche Maria Dorfen)

...Ein Blatt, das nicht im Ruf steht, besonders  kirchenfreundlich zu sein, der Spiegel, hat auch in der neuesten Ausgabe eine breite Schilderung eines solchen Falles, hat auch einen langen  Artikel über Priesterkinder geschrieben. Man hat freilich keine Zahlen.  Es sind nur Schätzungen. Die gibt es auch. Und ich sage, ein einziges  Kind, das hier ohne Vater aufwächst und dessen Leben beeinträchtigt ist, ist ein ausreichendes Argument gegen den Zölibat. Wie gesagt, die  Missbrauchsfälle sind keine zölibatäre Folge. Ich denke, die Kirche der  Zukunft wird es sich gar nicht mehr leisten können, Probleme auf die  lange Bank zu schieben. Es werden ein paar Dinge kommen, so sicher wie  das Amen in der Kirche. Man wird auch in der katholischen Kirche  einsehen, dass Priesteramt - priesterlicher Dienst besser gesagt - und  Ehelosigkeit nicht unbedingt zusammengehören müssen. Man wird das  Zölibatsgesetz lockern - weltweit. Man weiß, dass es nicht mehr anders  geht. Man wird auch die Dinge ändern müssen, die den Gläubigen heute  noch am meisten auf den Nägeln brennen: Die seelsorgerliche Behandlung  von wiederverheirateten Geschiedenen, die eigentlich von den Sakramenten ausgeschlossen wären. Das lässt sich auch nicht mehr halten. Das kann  man nicht tun. Man muss den Menschen helfen. Jede andere Kirche gibt  nach einigen Jahren Pause die Möglichkeit wieder kirchlich zu heiraten,  auch die orthodoxe Kirche. Nur die katholische stellt sich so quer.” 
(Silvesterpredigt am 31. Dezember 2002 Pastetten)

Herr Dr. Valentin Reitmajer hat ein Exemplar der Gedenkschrift sowie eine Predigtsammlung auf CD und eine CD mit der Gedenksendung im  Bayerischen Rundfunk an den Heiligen Vater Benedikt XVI. geschickt. Sein Anschreiben und die Antwort des Heiligen Stuhls darauf können Sie hier  einsehen:

Anschreiben (pdf-Datei)

Antwort (pdf-Datei)

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